vom Sinn . . .

Transparenz, Durchblick ~ durch zwei bemalte Scheiben
Transparenz, Durchblick ~ durch zwei bemalte Scheiben

Wenige Tage nur hat es gedauert, wenige Tage nur an denen ich nicht so eng im Umtrieb der menschlichen Zuvielisation eingebunden bin, und zugegebenerma├čen einige Tage eitel Sonnenschein ­čÖé haben gereicht, mir wieder bewu├čt zu machen, worin der Sinn dieses Lebens besteht. Der eine oder andere mag sagen, da├č es so etwas objektiv gesehen gar nicht gibt, da├č so eine ├╝berkandidelte Vokabel allenfalls subjektiv mit Inhalt versehen werden kann . . .

Jein!
Denn es gibt eine Konstante, die Sinn und damit auch Gl├╝ck f├╝r jedes Lebewesen dieser Welt ausmacht ~ das zu tun, f├╝r das die Anlagen in diesem Lebewesen da sind.

F├╝r den Vogel ~ zu fliegen
f├╝r den Fisch ~ zu schwimmen
f├╝r das Pferd ~ zu laufen

Wenn wir uns etwas tiefer in diesen Gedanken hineingleiten lassen, dann f├Ąllt uns noch mehr dazu ein. Wir haben

Augen ~ zu sehen
Ohren ~ zu h├Âren
Nase, Geruchssinn ~ zu riechen
Zunge, Geschmackssinn ~ zu schmecken
Finger, Haut ~ zu sp├╝ren

Und nicht nur das. Wir haben auch

Hirn ~ zu denken
Herz ~ zu f├╝hlen
Seele ~ um zu erfassen, da├č wir Teil sind, untrennbar, . . .

Teil des Seins, Teil des Universums, Teil des Mensch-Seins . . .

So gesehen ist der Sinn des Lebens eine recht einfach zu erfassende Sache. Diese Welt, dieses Universum schreit danach, wahr-genommen zu werden, gesehen, geh├Ârt, gesp├╝rt, vor allem aber gelebt.

Sehen, wie das Licht des Morgens durch die Zweige bricht, sehen, wie der Milan auf dem Wind gleitet, wie sein gegabelter Schwanz und die Finger seiner Schwingen eine B├Âe ausgleichen, h├Âren, wie ein Bach in den Flu├č murmelt, die Rinde einer alten Eiche sp├╝ren, den Duft eines vollbl├╝henden Baumes zu riechen, den Geschmack einer wilden Rauke zu schmecken.
Diese Welt, dieses Universum schreit danach, wahr-genommen zu werden, gesehen, geh├Ârt, gesp├╝rt, vor allem aber gelebt.

Und gerade im Fr├╝hjahr, wenn alles Leben wieder neu sprie├čt, wenn M├Ąnnchen und Weibchen einer jeder Gattung umeinander tanzen und turteln, k├Ânnte man auch auf den Gedanken kommen, zur├╝ck zu den Menschen zu gehen, um das MenschSein zu leben miteinander, sich gut zu tun auf die eine oder andere Weise. Denn auch der Mensch ist ein soziales Wesen ­čÖé

Was ich damit sagen will: der Sinn des Lebens liegt gerade nicht darin, zu ackern, um sich noch mehr Dinge leisten zu k├Ânnen, den gr├Â├čeren Flachbildschirm, das st├Ąrkere Auto, oder gar so abstrakte Dinge wie ein Bruttoinlandsprodukt zu maximieren. Denn das Leben ist nicht im Fernsehen, nicht im Internet, die wirklich relevanten Daten sind nicht in irgendeinem Spreadsheat versteckt. Das wirkliche Leben ist da drau├čen, vor der T├╝r. Und es braucht gar nicht so viel dazu, es zu leben.

Also Augen auf, Ohren auf, tief Luft geholt! Raus aus der Bude und Hirn, Herz und Seele ge├Âffnet f├╝r das, was uns dieses Universum bietet!

Eine kleine Anmerkung: Dieser Beitrag ist ein um einige Bilder gek├╝rzter Artikel aus meinem Reiseblog.

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